In der Hydrokultur steuerst du die Nährlösung direkt – kein Substrat, das puffert oder verzögert. Das macht Hydro zum präzisesten, aber auch unnachsichtigsten Anbausystem: Änderungen wirken sofort, Fehler ebenso. Deshalb braucht dieser Cannabis Düngeplan für Hydro klare Mengen und einen genauen Blick auf EC und pH je Phase.
Der Wochenplan führt dich von der Vegetationsphase bis zur Ernte und passt für alle gängigen Systeme – ob DWC, NFT oder Aeroponik. Stell unten deine Wassermenge ein, dann rechnen sich die Mengen für Grow, Bloom und Micro automatisch um.
| Phase |
Seed
|
Roots
|
Grow
|
Stretch
|
Buds
|
Frost
|
Swell
|
Ripening
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Woche |
0
Woche
|
1–2
Woche
|
3+
Woche
|
1–2
Woche
|
3–4
Woche
|
5
Woche
|
6+
Woche
|
−2
Letzte
|
| EC-Wert | sehr niedrig | niedrig | mittel | mittel | hoch | sehr hoch | hoch | mittel |
Die Spalten stehen für die Phasen von Wachstum bis Ernte, die Zeilen für Grow, Bloom und Micro. Die Milliliter gelten pro eingestellter Wassermenge und rechnen sich automatisch um. In Hydro mischst du deine Nährlösung direkt an – es gibt kein Substrat, das Fehler abfängt. Miss EC und pH deshalb bei jedem Ansetzen und kontrolliere den Tank regelmäßig, da sich die Werte mit dem Wasserverbrauch der Pflanze verschieben.
In Hydro bekommt die Pflanze ausschließlich, was in der Lösung steht – kein Puffer, keine Reserve, keine Verzögerung. Das ist der große Vorteil: Du steuerst die Ernährung exakt und siehst die Reaktion schnell. Gleichzeitig heißt es, dass EC und pH das ganze Ergebnis bestimmen. Ein kleiner Fehler in der Lösung erreicht die Wurzeln sofort – Präzision schlägt hier alles.
Die Grow-Komponente ist deine CalMag-Quelle mit Calcium- und Magnesiumnitrat. In Hydro muss Calcium und Magnesium komplett aus der Lösung kommen – es gibt kein Substrat, das etwas beisteuert. Brauchst du mehr, hebst du die Grow-Dosis an, meist um 10–20 % über den Planwert; Calcium und Magnesium steigen dabei gemeinsam.
Die genaue Menge rechnet der CalMag-Rechner aus. Grundlagen: Was ist CalMag?, CalMag richtig dosieren und CalMag-Mangel erkennen.
In Hydro schlägt ein Ungleichgewicht am schnellsten durch. Weil pH und EC direkt wirken, zuerst beide prüfen, bevor du an der Rezeptur änderst:
| Symptom | Wahrscheinlich | Guide |
|---|---|---|
| Interveinale Chlorose am jungen Trieb | Eisen (fast immer pH-Sperre) | Eisenmangel |
| Gelbes Netz zwischen den Adern, unten | Magnesium | Magnesiummangel |
| Braune Flecken, verkrümmter Neuaustrieb | Calcium | Calciummangel |
| Untere Blätter gleichmäßig gelb | Stickstoff (Ende Blüte oft normal) | Stickstoffmangel |
| Verbrannte Blattränder, unten | Kalium | Kaliummangel |
Systematisch durchdiagnostizieren kannst du mit dem Nährstoffmangel-Guide.
In Hydro liegt der Ziel-pH am niedrigsten der drei Systeme, bei etwa 5,5–6,0 – in diesem Fenster sind die meisten Nährstoffe optimal verfügbar. Der EC-Wert ist deine wichtigste Stellgröße; als grobe Orientierung bewegt er sich über den Zyklus etwa zwischen 1,2 und 2,0 mS/cm, inklusive Basis-EC des Wassers und abhängig von Sorte und Phase. Weil kein Substrat puffert, taste dich vorsichtig an höhere Werte heran und beobachte die Pflanze eng.
Das hängt von Phase, Sorte und Wasser ab. Als Orientierung startest du in der Vegetationsphase niedrig und steigerst zur mittleren Blüte hin. Wichtiger als ein fixer Wert ist, deine Pflanzen zu beobachten und den EC schrittweise anzupassen.
In Systemen mit Vorratstank wird die Lösung üblicherweise regelmäßig komplett erneuert und zwischendurch nach Verbrauch aufgefüllt. Prüfe EC und pH dabei jedes Mal, da sich beide mit dem Wasserverbrauch verschieben.
Der Wochenplan gibt die Richtung, den exakten Wert für Wassermenge und Wasserhärte liefert der Nährstoffrechner. Grow, Bloom und Micro gibt es einzeln oder als Set.
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